https://www.aerzteblatt.de berichtet:
Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat einen starken Anstieg bei Angststörungen gemeldet. Laut einer Hochrechnung waren im vergangenen Jahr bundesweit rund 5,5 Millionen Menschen betroffen, was einem Anstieg von etwa 77 Prozent gegenüber 2008 entspricht. In diesem Jahr wurden bei 6,5 Prozent der KKH-Versicherten eine Angststörung diagnostiziert, im Jahr 2008 waren es nur 3,7 Prozent.
Der höchste Anstieg bei Angststörungen wurde in Sachsen mit einem Plus von rund 111 Prozent zwischen 2008 und 2023 verzeichnet. In Hessen stieg der Wert mit einem Plus von 62 Prozent am wenigsten. Berlin weist mit 8,1 Prozent den höchsten Anteil an diagnostizierten Angststörungen auf, während Nordrhein-Westfalen mit 6,5 Prozent den niedrigsten Anteil hat.
Die Gründe für die zunehmenden Ängste sind vielfältig und umfassen genetische, neurobiologische und psychische Faktoren wie traumatische Kindheitserlebnisse. Chronischer Stress, andauernde berufliche Belastungen und Familienkonflikte sind ebenfalls als Risikofaktoren identifiziert worden.
Aileen Könitz von der KKH betonte, dass Angst in sich selbst ein natürlicher Schutzmechanismus ist, der uns vor Gefahren warnen kann. Allerdings kann sie zu einer großen Belastung werden, wenn sie den Alltag bestimmt und sich nicht mehr kontrollieren lässt. Dies kann zu generalisierten Angststörungen führen, bei denen sich Ängste nicht mehr auf bestimmte Situationen oder Dinge beschränken. Könitz warnte auch vor depressiven Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen.
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