Gesetzliche Krankenversicherung

Finanzielle Krise der gesetzlichen Krankenkassen verschärft sich weiter

https://www.apotheke-adhoc.de berichtet:

Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland befinden sich weiterhin in einer finanziellen Krise. Bis Ende September 2024 standen die 95 Kassen mit einem Defizit von 3,7 Milliarden Euro vor, nachdem es im ersten Halbjahr 2024 bereits 2,2 Milliarden Euro betrug und im ersten neun Monaten des Jahres 2023 eine Milliarde Euro gewesen war. Die Reserven der Kassen betrugen 4,7 Milliarden Euro und lagen knapp unter der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve von 0,2 Monatsausgaben.

Minister Karl Lauterbach (SPD) erklärte, dass das Defizit insbesondere durch den inflationsbedingt hohen Anstieg der Ausgaben für Personal und medizinische Leistungen verursacht wurde. Zudem wurde kritisiert, dass in den vergangenen zehn Jahren ineffiziente Strukturen im Gesundheitswesen nicht für die Zukunft fit gemacht wurden. Aktuelle Reformen, wie die Digitalisierung und die Krankenhausreform, sollen die Kosten stabilisieren.

Die Einnahmen der Kassen betrugen in den ersten neun Monaten 2024 239,2 Milliarden Euro, während die Ausgaben 242,9 Milliarden Euro erreichten. Die Leistungsausgaben stiegen um 7,8 Prozent und die Arzneimittelausgaben um 9,9 Prozent, wobei letztere vor allem auf das Auslaufen des gesetzlichen Herstellerabschlags von 7 auf 12 Prozent zurückzuführen sind. Ohne diese Rabatte wären die Ausgaben nur um 7 Prozent gestiegen.

Für 2025 sind bereits Beitragsanhebungen in Sicht. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag beträgt 2,5 Prozent, was 0,8 Prozentpunkte mehr als im laufenden Jahr ist. Die konkrete Höhe des Zusatzbeitrags für 2025 wird von den Kassen jeweils bestimmt, wobei der Durchschnittswert als Orientierung dient. Im November lag der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,83 Prozent, nachdem 34 Kassen ihren Beitrag noch im Jahresverlauf erhöht hatten.

Mehr dazu auf: https://www.apotheke-adhoc.de Krankenkassen: Milliarden-Defizit wächst weiter | APOTHEKE ADHOC

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