Gesetzliche Krankenversicherung

Ärzte drängen auf Sofortmaßnahmen gegen Finanznot

https://www.aerzteblatt.de berichtet:

Die Ärztekammer Nordrhein (ÄKNO) hat in Düsseldorf eine Kammerversammlung abgehalten, bei der sie die politischen Parteien Union und SPD aufgefordert hat, Reformvorschläge zur nachhaltigen Sicherung der ambulanten und stationären Versorgung vorzulegen. Die Kammerversammlung kritisierte, dass die bisherigen Reformvorschläge der Bedeutung des Gesundheitswesens für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft nicht gerecht werden. Die nordrheinischen Ärzte fordern, die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) schnellstmöglich von versicherungsfremden Leistungen zu entlasten. Angesichts knapper Kassen muss der Zugang der Patienten in der Notfall- und Regelversorgung besser gesteuert werden. Die Fehlinanspruchnahme von Gesundheitsleistungen sei nicht nur teuer, sondern auch belastend für Patienten und medizinisches Personal. Die Kammerversammlung fordert außerdem eine deutliche Reduzierung der Bürokratie, da Dokumentationspflichten, die keinen unmittelbaren Nutzen für die Behandlung haben, zu großer Unzufriedenheit und Frustration bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen führen. Der Präsident der ÄKNO, Dr. Sven Dreyer, betonte, dass das Krankenkassendefizit von mehr als sechs Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr ein Weckruf sein sollte. Die politischen Entscheidungsträger wurden aufgefordert, die Ärztekammern frühzeitig in die sicherheitspolitischen Entscheidungen einzubinden, insbesondere bei den Strukturen des regionalen und überregionalen Katastrophenmanagements. Die Kammerversammlung begrüßte die elektronische Gesundheitsakte (ePA) grundsätzlich, jedoch nur, wenn alle Funktionen sicher funktionierten. Sie diskutierte auch über die Anwendungen von künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen und forderte, dass Kompetenzen im Umgang mit KI-Anwendungen in der ärztlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung angemessen vermittelt werden sollten. Zudem kritisierte die Kammerversammlung, dass immer mehr Menschen, die Cannabis zu reinen Genusszwecken konsumierten, die Droge über ein Privatrezept aus dem Internet bezogen. Sie forderte, dass Medizinalcannabis ausnahmslos nur nach persönlichem Kontakt mit dem Patienten in der Praxis verordnet werden dürfe, um Missbrauch zu verhindern und sicherzustellen, dass Medizinalcannabis nur jenen verschrieben werde, die es aus medizinischen Gründen benötigen.

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