https://www.dak.de berichtet:
Der Artikel von DAK-Vorstandschef Andreas Storm thematisiert die erhebliche Zunahme der Sozialabgaben in Deutschland bis 2035. Laut einer neuen Projektion des IGES Instituts könnte der Gesamtbeitrag der Sozialversicherung um 7,5 Beitragspunkte auf 48,6 Prozent ansteigen. Besonders betroffen ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), deren Beitragssatz von 16,3 Prozent im Jahr 2025 auf 19,3 Prozent im Jahr 2035 steigen könnte. Dieser Anstieg würde einen Gesamtanstieg um 3,0 Beitragssatzpunkte bedeuten.
Storm warnt vor einer „Beitrags-Tsunami” und fordert einen zweistufigen Stabilitätspakt für die GKV. Er kritisiert die jahrelange Unterfinanzierung der Krankenkassen und fordert eine Umfinanzierung durch Steuermittel. Zudem schlägt er vor, die Ausgabendynamik der Krankenkassen strukturell zu begrenzen, indem künftig nicht mehr Geld für Leistungen ausgegeben wird als eingeholt wird.
Die Beitragsentwicklung in anderen Zweigen der Sozialversicherung sieht wie folgt aus:
– **Soziale Pflegeversicherung (SPV):** Der Beitragssatz steigt von 3,6 Prozent im Jahr 2025 auf 4,1 Prozent im Jahr 2030 und bleibt bei diesem Niveau bis 2035.
– **Arbeitslosenversicherung (ALV):** Der Beitragssatz bleibt zunächst bei 2,6 Prozent und steigt bis 2035 auf 3,0 Prozent.
– **Gesetzliche Rentenversicherung (GRV):** Der Beitragssatz steigt von 18,6 Prozent im Jahr 2025 auf 20,6 Prozent im Jahr 2030 und auf 22,3 Prozent im Jahr 2035.
Storm betont, dass durch schnelles und mutiges Handeln der Politik nach der Bundestagswahl diese Beitragsspirale endlich durchbrochen werden kann. Er fordert von der neuen Bundesregierung einen Kassensturz und ein Sofortprogramm für stabile Kassenbeiträge, einschließlich der Umfinanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung aus Steuermitteln und der Anhebung des Bundeszuschusses an die Kassen.
Mehr dazu auf: https://www.dak.de Rekordanstieg bei Sozialabgaben: DAK-Chef Storm fordert Sofortprogramm für stabile …