Gesetzliche Krankenversicherung

Krankenversicherungen fordern gleiche Chancen bei der Arztterminvergabe

https://www.aponet.de berichtet:

Gesetzlich Versicherte in Deutschland müssen oft lange auf Arzttermine warten, während Privatpatienten schneller Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten. Dieser Unterschied wird von der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, Stefanie Stoff-Ahnis, als unzulässige Diskriminierung bezeichnet. Sie argumentiert, dass bei der Terminvergabe nicht mehr danach gefragt werden sollte, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist, da 90 Prozent der Bevölkerung gesetzlich versichert sind und diese Ungleichbehandlung nicht länger hinnehmbar sei[2][5].

Der GKV-Spitzenverband fordert eine Lösung in Form eines verpflichtenden Online-Terminportals, bei dem alle Arztpraxen ihre freien Termine tagesaktuell zur Verfügung stellen müssen. Dies könnte die Terminvergabe für alle Patienten vereinfachen und gleichbehandeln[2][4].

Anders als der GKV-Spitzenverband, wehrt sich der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, gegen diese Vorwürfe. Er argumentiert, dass die Anzahl der Privatversicherten so gering sei, dass sie die Termine für gesetzlich Versicherte nicht relevant blockieren könnten. Stattdessen sieht Gassen Handlungsbedarf bei der Steuerung von Patienten, insbesondere in akuten Fällen, und unterstützt die zentrale Telefonnummer 116117 und Ersteinschätzungsverfahren[2][5].

Die politischen Parteien haben unterschiedliche Ansätze vorgeschlagen, um Wartezeiten zu verkürzen. Die SPD und die Grünen fordern die Einführung einer „Bürgerversicherung“, die gesetzlich und privat Versicherte umfasst. Die CDU/CSU will die langen Wartezeiten durch mehr Patientensteuerung reduzieren, während die FDP die Unterscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung kritisiert. Die AfD schlägt vor, Ärzte für alle erbrachten Leistungen zu bezahlen, um die Vergütung zu erhöhen[5].

Mehr dazu auf: https://www.aponet.de Krankenkassen fordern Gleichbehandlung bei Arztterminen | aponet.de

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