https://www.tagesspiegel.de berichtet:
Die gesetzlichen Krankenversicherten in Deutschland drohen laut einer Studie ohne Gegensteuern der Politik weitere Beitragssprünge. Die Berechnung des Iges-Instituts für die DAK-Gesundheit geht von drei möglichen Szenarien bei der Beitragsentwicklung aus. Im günstigsten Szenario wird ein Anstieg auf 18 Prozent im kommenden Jahr erwartet, gefolgt von weitgehend gleichbleibenden Beiträgen bis 2035. Im ungünstigsten Szenario prognostizieren die Experten stetige erhebliche Beitragssteigerungen bis 2035 auf bis zu 22,6 Prozent. Der aktuelle Zusatzbeitrag liegt im Schnitt bei 2,9 Prozent, was den Gesamtbeitrag auf 16,5 Prozent des Bruttolohns bringt. Die Lohnnebenkosten, also die Summe aller Sozialversicherungen, stiegen 2025 auf insgesamt 42,3 Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen diese Kosten hälftig. Die DAK fordert von der Politik, die Beitragsspirale zu stoppen, indem kurzfristig die geplante Finanzierung der Krankenhausreform geändert und der Bundeszuschuss an die Krankenkassen deutlich angehoben wird. Zudem sollten sich Ausgaben künftig an den vorhandenen Einnahmen orientieren, um Versicherte und Arbeitgeber nicht weiter zu belasten. Kassenchef Andreas Storm betonte, dass die Politik schnell und mutig handeln muss, um diese Finanzierungsprobleme im Sozialsystem zu lösen[1][4].
Mehr dazu auf: https://www.tagesspiegel.de 18 Prozent 2026, bis zu 22 Prozent 2035: Krankenversicherten drohen immer höhere Beiträge