https://www.merkur.de berichtet:
Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland warnen vor weiteren Beitragserhöhungen, da die Einnahmen und Ausgaben der Krankenkassen stark auseinanderliegen. Im Jahr 2024 verzeichneten die Krankenkassen ein Defizit von 6,2 Milliarden Euro. Um die Finanzierungslücke zu schließen, haben die Krankenkassen den durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,7 auf 2,5 Prozent erhöht. Dieser Zusatzbeitrag wird zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichmäßig aufgeteilt und ist notwendig, um die Kosten der Krankenkassen vollständig zu decken, da der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent nicht ausreicht. Der GKV-Spitzenverband fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der Gesundheitspolitik, um die steigenden Ausgaben zu stoppen. Sprecher Florian Lanz kritisiert, dass die Gesundheitspolitik der letzten zehn Jahre vor allem steigende Ausgaben verursachte, während die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler die Kosten durch hohe Beitragssatzsteigerungen tragen mussten. Er fordert ein Ausgabenmoratorium, um die Ausgaben nicht weiter schneller steigen zu lassen als die Einnahmen, und betont, dass dies notwendig ist, um die notwendigen Strukturreformen anzugehen. Die politischen Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass die gesetzliche Krankenversicherung in Zukunft flächendeckend die gesundheitliche Versorgung leisten kann. Neben den Maßnahmen gegen steigende Ausgaben wird auch die Finanzierung der Krankenhausreform diskutiert. Der Bundesrat hat eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums mit Änderungen zur Finanzierung des „Transformationsfonds“ beschlossen, der bis 2035 bis zu 25 Milliarden Euro fließen soll. Der GKV-Spitzenverband fordert jedoch, dass der Bund direkt einen Anteil von 40 Prozent aus dem Haushalt zu dem Fonds beisteuern solle und dass die 25 Milliarden Euro aus Beitragsgeldern gestrichen werden sollten, stattdessen aus Steuermitteln finanziert werden sollten.
Mehr dazu auf: https://www.merkur.de Krankenkassen schlagen Alarm wegen Beiträgen – und nennen nächsten Zeitpunkt für Erhöhung