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Der Artikel ‚Start der Koalitionsverhandlungen‘ konzentriert sich auf die Forderungen des Verbands der Ersatzkassen e. V. (vdek) zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der sozialen Pflegeversicherung (SPV) im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. Hier sind die Hauptpunkte des Artikels zusammengefasst:
– **Finanzstabilisierung**: Der vdek fordert konkrete Lösungen zur Finanzkonsolidierung der GKV und SPV. Die Verhandlungspartner sollen sich auf Maßnahmen verständigen, um die Finanzen dauerhaft zu konsolidieren und die Versorgungsstrukturen effizienter zu gestalten.
– **Defizit der GKV**: Das Jahr 2024 hat die GKV mit einem Defizit von 6,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Für 2025 und 2026 sehen die Experten das Risiko weiterer Anstiege der Beitragsbelastungen, die die Nettoeinkommen der Versicherten mindern und das Vertrauen in die sozialen Sicherungssysteme schädigen.
– **Konkrete Forderungen**: Der vdek schlägt folgende Maßnahmen vor:
– **Entlastung von versicherungsfremden Leistungen**: Die GKV und SPV sollen von versicherungsfremden Leistungen entlastet werden.
– **Rückkehr zur einnahmenorientierten Ausgabenpolitik**: Ausgaben dürfen nicht schneller als Einnahmen steigen.
– **Absenkung der Mehrwertsteuer für Arznei- und Hilfsmittel**: Die Mehrwertsteuer für Arznei- und Hilfsmittel soll auf sieben Prozent gesenkt werden.
– **Vollumfängliche Finanzierung des Krankenhaustransformationsfonds**: Der Krankenhaustransformationsfonds soll vollumfänglich durch den Bundeshaushalt finanziert werden.
– **Qualitätskriterien beim Umbau der Krankenhauslandschaft**: Verpflichtende Qualitätskriterien sollen beim Umbau der Krankenhauslandschaft eingeführt werden.
– **Entwicklung der ambulanten Versorgung**: Die ambulante Versorgung soll mit versichertenorientierten Steuerungselementen durch Haus- oder Fachärzte sowie telemedizinische Angebote entwickelt werden.
– **Zielsetzung**: Die Umsetzung dieser Forderungen würde zu finanzieller Konsolidierung, besserer Qualität und optimierten Versorgungswegen führen. Versicherte und Arbeitgeber würden um mehrere Milliarden Euro entlastet.
Der vdek betont, dass vage Absichtserklärungen wie im Sondierungspapier der kritischen Situation nicht gerecht werden und dass konkrete Vorhaben im Koalitionsvertrag formuliert werden müssen, um erneute Beitragserhöhungen zu vermeiden.
Mehr dazu auf: https://www.gesundheit-adhoc.de Koalitionsvertrag: Konkrete Lösungen für GKV und SPV essenziell – Gesundheit Adhoc