Gesetzliche Krankenversicherung

GKV in Deutschland: Beitragssätze könnten bis 2035 auf 20 Prozent steigen

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Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland steht vor erheblichen Beitragssatzsteigerungen. Laut einer Projektion des Berliner IGES-Instituts wird der Beitragssatz in den kommenden zehn Jahren von derzeit 17,5 Prozent auf 20 Prozent ansteigen. Dieser Anstieg ist auf die erhöhten Kosten der Krankenkassen zurückzuführen, die 2023 bei 306 Milliarden Euro lagen, rund 100 Milliarden Euro mehr als 2015.

Der DAK-Vorstandschef Andreas Storm bezeichnet diesen Anstieg als den höchsten Beitragssatzanstieg in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Lohnnebenkosten, also die Summe aller Sozialversicherungsbeiträge, erhöhten sich 2025 auf 42,3 Prozent, wobei Arbeitnehmer und Arbeitgeber diese Kosten hälftig teilen.

Die Projektion geht von drei möglichen Szenarien bei der Beitragsentwicklung aus. In allen drei Szenarien wird im kommenden Jahr von einem weiteren Anstieg auf 18 Prozent ausgegangen. Ab 2026 soll die GKV erstmals in den Transformationsfonds für Krankenhäuser einzahlen, der Teil der Krankenhausreform ist.

Die mittlere Entwicklung, das Basisszenario, prognostiziert eine lineare Beitragssteigerung, während das ungünstigste Szenario fortan stetige und erhebliche Beitragssteigerungen bis 2035 auf 22,6 Prozent prognostiziert. Zwischen 2026 und 2035 sollen die Beiträge demnach von 18 auf 20 Prozent steigen.

In der Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung werden ebenfalls Beitragssatzsteigerungen bis 2035 prognostiziert. Die Summe aller Sozialversicherungen könnte bis 2035 auf 49,7 Prozent steigen, wobei die möglichen Szenarien zwischen 46,5 und 53,9 Prozent auseinandergehen.

DAK-Chef Storm fordert die nächste Bundesregierung auf, die Spirale zu stoppen und kurzfristig die geplante Finanzierung der Krankenhausreform über den Transformationsfonds zu ändern sowie den Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds deutlich anzuhöhen. Zudem müssten sich Ausgaben künftig an den Einnahmen orientieren und die geplante Reform der Notfallversorgung umgesetzt werden. Ohne Gegensteuern würden sich die Beitragssätze aller Sozialversicherungen auf die 50-Prozent-Marke zubewegen, warnte Storm.

Mehr dazu auf: https://www.aerzteblatt.de Weiterer Beitragssprung in gesetzlicher Krankenversicherung erwartet

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