Gesetzliche Krankenversicherung

Arzneimittelpreise in Deutschland: GKV-Arzneimittelindex zeigt besorgniserregenden Anstieg

https://www.aok.de berichtet:

Der GKV-Arzneimittelindex des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hat erneut aufgezeigt, dass die Arzneimittelpreise in Deutschland kontinuierlich steigen. Ein wichtiger Faktor für diesen Anstieg sind neu auf dem Markt eingeführte Arzneimittel. Im Vergleich zum Januar 2012, als der durchschnittliche Packungspreis für ein neues Arzneimittel bei 1.616 Euro lag, betrug dieser im Januar 2024 bereits 61.069 Euro[1][4]. Diese Zunahme der Preise ist nicht nur auf die neuen Markteinführungen zurückzuführen, sondern auch auf die allgemeine Preisentwicklung im Arzneimittelmarkt. Der durchschnittliche Preis je verordneter Arzneimittelpackung stieg von 47,60 Euro im Jahr 2014 auf 73,18 Euro im Jahr 2023, was einer Steigerungsrate von 54 Prozent in den letzten zehn Jahren entspricht[1][4]. Die Gesamtkosten für Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stiegen in den letzten zehn Jahren um 74 Prozent von 31,0 auf 54,0 Milliarden Euro, während die Anzahl der Verordnungen nur um 13,2 Prozent von 651,5 auf 737,3 Millionen zugenommen hat. Diese Entwicklung kann nicht durch den Anstieg der Versichertenzahl oder die Zunahme der Verordnungen erklärt werden, sondern liegt vor allem an den gestiegenen Arzneimittelpackungspreisen[1][4]. Der GKV-Arzneimittelindex analysiert regelmäßig die Preisentwicklung und Marktveränderungen im Arzneimittelbereich. Neben der Preisentwicklung werden auch Daten zu den verordnenden Facharztgruppen und den Altersgruppen der Versicherten ausgewertet. Die meisten Arzneiverordnungen werden von Hausärztinnen und Hausärzten veranlasst, gefolgt von Internistinnen und Internisten[1][4]. Zusammengefasst zeigt der GKV-Arzneimittelindex, dass die Arzneimittelpreise in Deutschland kontinuierlich steigen, was vor allem auf die neuen Markteinführungen und die allgemeine Preisentwicklung zurückzuführen ist. Diese Entwicklung wirft Fragen über die Notwendigkeit einer weiteren Entwicklung des regulatorischen Rahmens auf, um eine bezahlbare und nachhaltige Arzneimittelversorgung in der GKV zu sichern[1][4].

Mehr dazu auf: https://www.aok.de Erneuter Rekordwert bei den GKV-Arzneimittelkosten | G+G – AOK

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