Gesetzliche Krankenversicherung

AOK initiiert Sofortprogramm zur Stabilisierung der gesetzlichen und pflegerischen Krankenversicherungen

https://www.aok.de berichtet:

Der AOK-Bundesverband hat ein Sofortprogramm zur Stabilisierung der Finanzen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) vorgeschlagen. Das Programm zielt darauf ab, den immensen Druck auf die Finanzhaushalte zu reduzieren, indem es Maßnahmen zur Steigerung der wirtschaftlichen Effizienz vorschlägt. Die AOK fordert die konsequente Umsetzung der Krankenhausreform und die Reform der Notfallversorgung. Zudem sollen die Refinanzierung kostendeckender Beitragspauschalen für Bürgergeldbeziehende und die Dynamisierung des Bundesbeitrags im Pflegebereich umgesetzt werden, um insgesamt 9,75 Milliarden Euro zu sparen.

Das Sofortprogramm sieht auch Einsparungen im Arzneimittelbereich vor, insbesondere durch die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent und die Erhöhung des Herstellerrabatts, was Effizienzreserven von über 9,7 Milliarden Euro freisetzen könnte. Im Krankenhausbereich könnten zusätzliche 3,5 Milliarden Euro eingespart werden, indem eine vereinheitlichte Prüfquote bei Abrechnungen und die Beendigung von Doppelfinanzierungen umgesetzt werden.

Im ambulanten Bereich fordert die AOK die Rücknahme der Entbudgetierung der haus- und kinderärztlichen Vergütung, da diese keine direkten Versorgungs-Mehrwerte bieten. Dr. Carola Reimann betont, dass Honorargeschenke zurückgenommen werden sollten, um die finanzielle Situation zu verbessern.

Der GKV-SV erwartet keine Besserung der SPV-Finanzlage in diesem Jahr, trotz der Beitragserhöhung von 0,2 Prozentpunkten zu Jahresbeginn. Der Verband geht von einer Finanzierungslücke von rund einer halben Milliarde Euro aus und befürchtet, dass weitere Pflegekassen auf kurzfristige Unterstützung zur Sicherung ihrer Liquidität angewiesen sein werden.

Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. fordert ebenfalls schnelles Handeln von der neuen Regierung und betont, dass es kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsdefizit gibt. Der VdK unterstützt die Forderungen der AOK nach einer einheitlichen solidarischen Krankenversicherung und fordert, dass die GKV alle medizinisch notwendigen Leistungen übernimmt, ohne Zuzahlungen oder Eigenbeteiligungen.

Mehr dazu auf: https://www.aok.de Pflegekassen-Defizit sorgt für Alarmstimmung | G+G – AOK

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